Das ist die ehrlichste Werbekennzahl auf Amazon. Ein sinkender TACoS bei steigendem Umsatz bedeutet: Deine Werbung trägt das organische Geschäft, du wirst unabhängiger von Anzeigen. Steigt der TACoS dagegen dauerhaft, kaufst du dir Umsatz teuer ein. Wir steuern Konten primär über diese Kennzahl.
Wir erklären es dir am Telefon – ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsdruck.
Der ACoS betrachtet nur den Umsatz, der direkt aus Anzeigen entsteht. Das Problem: Gute Werbung erzeugt auch organische Verkäufe – weil sie das Ranking stärkt, das wiederum organische Sichtbarkeit bringt. Diesen Effekt macht der ACoS unsichtbar.
TACoS setzt die Werbekosten stattdessen ins Verhältnis zum gesamten Umsatz. Damit wird sichtbar, wie abhängig dein Geschäft tatsächlich von bezahlter Werbung ist.
Ein Beispiel: Zwei Konten haben denselben ACoS von 25 %. Bei Konto A liegt der TACoS bei 22 % – fast der ganze Umsatz kommt aus Werbung. Bei Konto B liegt er bei 8 % – hier trägt sich das Geschäft überwiegend organisch. Konto B ist deutlich gesünder, obwohl der ACoS identisch aussieht.
Der Idealfall: Werbung baut organisches Ranking auf, das Geschäft wird unabhängiger.
Gesundes Wachstum – Werbung skaliert proportional mit.
Wachstum wird teuer eingekauft. Kurzfristig beim Launch okay, dauerhaft ein Warnsignal.
Alarmstufe: Entweder wird das Umfeld teurer oder die Conversion bricht ein.
Klingt gut, bedeutet aber oft ungenutztes Potenzial – hier ließe sich mehr Umsatz kaufen.
Nur den Monatswert betrachten. TACoS ist eine Trendkennzahl – der Verlauf über sechs Monate sagt mehr als jeder Einzelwert.
TACoS über das ganze Konto mitteln. Aussagekräftig wird er erst je Produkt oder Produktgruppe.
Saisonalität ignorieren. Im Q4 verschieben sich alle Werte – Vergleiche brauchen dasselbe Zeitfenster im Vorjahr.
Der TACoS beantwortet eine Frage, die ACoS und ROAS offenlassen: Wie abhängig ist dein Umsatz von bezahlter Werbung? Weil er die gesamten Werbeausgaben ins Verhältnis zum Gesamtumsatz setzt, sinkt er, wenn dein organischer Anteil wächst – selbst bei gleichbleibendem Werbebudget. Ein fallender TACoS ist damit das klarste Signal, dass deine Marke organisch trägt.
Feste Zielwerte gibt es nicht, aber Orientierung: In der Launch-Phase ist ein TACoS von 20 % und mehr normal, weil du Sichtbarkeit einkaufst. In der Wachstumsphase pendelt er sich oft im mittleren einstelligen bis unteren zweistelligen Bereich ein. Ein sehr niedriger TACoS klingt gut, kann aber auch heißen, dass du Wachstumschancen liegen lässt und zu wenig investierst.
Als Steuergröße hilft der TACoS bei der wichtigsten PPC-Entscheidung – dem Skalieren. Solange zusätzliches Budget den TACoS nicht dauerhaft nach oben treibt und der Umsatz überproportional mitwächst, kannst du Gas geben. Steigt der TACoS dagegen, ohne dass der Gesamtumsatz folgt, hast du die effizienten Reserven ausgereizt. So wird aus einer Beobachtungskennzahl eine echte Entscheidungsgrundlage.
Fordere unverbindlich deinen Rückruf an – wir besprechen deine Ziele und sagen dir ehrlich, ob und wie wir dir helfen können.
Wir melden uns so schnell wie möglich bei dir – meist noch am selben Werktag.