Was FBA nicht übernimmt: deinen Account, deine Listings, deine Werbung, deine Strategie. Genau hier liegt der Unterschied zu FBO. Zu beachten sind außerdem Lagergebühren, die bei langsam drehender Ware schnell teuer werden – regelmäßige Remissionen gehören zur Pflicht.
Wir erklären es dir am Telefon – ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsdruck.
Du meldest deine Ware im Seller Central an, erhältst einen Versandplan und lieferst an das zugewiesene Logistikzentrum. Ab dem Wareneingang übernimmt Amazon: Einlagerung, Kommissionierung, Verpackung, Versand, Kundenkommunikation und Retourenabwicklung.
Der zentrale Vorteil ist das Prime-Abzeichen. Prime-Kunden filtern häufig danach, und Prime-Angebote gewinnen die Buybox deutlich öfter. Für die meisten Produktkategorien ist FBA damit faktisch Voraussetzung für ernsthafte Umsätze.
Die Kosten setzen sich aus zwei Blöcken zusammen: Versandgebühren je verkaufter Einheit (nach Größe und Gewicht) und Lagergebühren je Kubikmeter und Monat, die ab bestimmten Lagerzeiträumen deutlich ansteigen.
Etiketten, Barcodes und Kartonvorgaben genau einhalten – sonst drohen Nachbearbeitungsgebühren.
Amazon bewertet deine Lagereffizienz. Ein schlechter Wert kann zu Einlagerungsbeschränkungen führen.
Ware, die zu lange liegt, wird teuer – regelmäßig prüfen und remittieren.
Zu wenig Bestand kostet Ranking, zu viel kostet Lagergebühren. Die Reichweite je SKU ist die richtige Steuergröße.
Zurückgesendete Ware landet oft als „unverkäuflich" im Lager, obwohl sie einwandfrei ist.
Manche Produkte brauchen zusätzliche Genehmigungen oder sind von FBA ausgeschlossen.
Ohne Kostenrechnung starten. Bei niedrigpreisigen oder sperrigen Produkten frisst FBA schnell die gesamte Marge.
Lager als Dauerlager nutzen. Amazon ist kein günstiges Lager, sondern ein teures Umschlagzentrum.
Unverkäufliche Ware ignorieren. Sie kostet Lagergebühren, ohne je Umsatz zu bringen.
FBA ist bequem, aber nicht kostenlos – und wer die Gebührenlogik nicht kennt, verkalkuliert schnell die Marge. Grob teilen sich die Kosten in zwei Blöcke: die Fulfillment-Gebühr, die pro verkauftem Artikel anfällt und sich nach Größe und Gewicht richtet, sowie die Lagergebühr, die monatlich pro belegtem Regalplatz berechnet wird und in der Vorweihnachtszeit deutlich steigt.
Dazu kommen Kosten, die man leicht übersieht. Für Ware, die zu lange liegt, verlangt Amazon Gebühren auf Altbestände (aged inventory), und über die Kapazitätsgrenzen des Kontos wird gesteuert, wie viel du überhaupt einlagern darfst. Retouren, Entsorgung und Rücksendungen an dich (Remission) sind ebenfalls kostenpflichtig. Gerade bei großen, leichten oder langsam drehenden Produkten kann FBA deshalb teurer sein, als es auf den ersten Blick wirkt.
Die Konsequenz für die Praxis: Rechne die Fulfillment- und Lagerkosten immer in deinen Deckungsbeitrag ein, bevor du Preis und Werbebudget festlegst. Ein sauberer Bestandsplan – genug Ware für Verfügbarkeit und Ranking, aber nicht so viel, dass Langzeitgebühren fällig werden – ist bei FBA einer der unterschätztesten Hebel für die Profitabilität.
Fordere unverbindlich deinen Rückruf an – wir besprechen deine Ziele und sagen dir ehrlich, ob und wie wir dir helfen können.
Wir melden uns so schnell wie möglich bei dir – meist noch am selben Werktag.